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Donnerstag, 13. Juli 2023

Warum es sinnvoll wäre, die Förderung der Photovoltaik schrittweise, jedoch rasch zu Batteriespeichern umzuleiten.

Mit der Gaskrise nach der Lieferverweigerung der Russen und der Kaufverweigerung der Westeuropäer infolge des Krieges ist der Markt für Photovoltaikanlagen regelrecht explodiert. Das schlägt sich auch in der großen Nachfrage und damit in der Entwicklung der Preise je Kilowatt nieder:

Quelle: https://echtsolar.de/preisentwicklung-photovoltaik/

Was vor etwa zwei Jahren noch als vollkommen unrealistisches Ziel angesehen wurde, nämlich die Gesamterzeugungsleistung der Photovoltaik etwa auf das Niveau der österreichischen Netzhöchstlast zu bringen, könnte bei der Fortsetzung des aktuellen Trends schneller erreicht werden, als ursprünglich angestrebt.

Von Anfang an war absehbar, dass so hohe Erzeugungsleistungen in einigen Netzausläufern zu Problemen mit der Versorgungsqualität führen werden. Je weiter die Transformatorstation entfernt ist, desto stärker muss die Spannung erhöht werden, um die Energie ins Netz zu drücken. Und dabei gibt es aus gutem Grund gesetzliche technische Grenzen, denn bei Nichteinhaltung treten Schäden bei den Geräten der Nachbarn auf.

Die Netzbetreiber verlangen nunmehr einen massiven Netzausbau. Das Ortsnetz ist meist verkabelt und für eine Verstärkung muss der Boden aufgegraben werden, was (sehr) hohe Kosten verursacht. Vielfach gilt das auch schon für die Mittelspannung zum Umspannwerk.

Die Alternative wäre die lokale Speicherung, um die tagsüber produzierten Energie-Überschüsse am Abend verfügbar zu machen und so die Netze weniger und gleichmäßiger zu belasten. Der Preisverfall bei Speicherbatterien hat zwar schon begonnen, aber bis es so schnell geht wie bei den Solarzellen werden noch ein paar Jahre vergehen. Der Preisverfall kann aber - wie bei der Photovoltaik - mittels Förderungen beschleunigt werden. Denn, wo ein Markt ist, gibt es Konkurrenz und die neue Technologie wird für viel mehr Menschen leistbar.

Die Investition in eine stationäre Speicherbatterie ist mit Sicherheit schon jetzt günstiger als die Verstärkung des lokalen Netzes.

Zusätzlich wird sich die Batterie schneller rechnen, wenn die hohen Preisunterschiede zwischen Tag (immer niedriger) und Nacht (immer höher) schon bald an die Endkunden weitergegeben werden. Im Großhandel ist diese Entwicklung außerhalb der kalten Winterzeit immer mehr spürbar und wird sich mit zunehmender Solarleistung verstärken. So ist der österreichische Großhandelspreis für den 14.7.2023 um 20 Uhr fast doppelt so hoch wie um 13 Uhr.
https://www.epexspot.com/en/market-data?market_area=AT&trading_date=2023-07-13&delivery_date=2023-07-14&underlying_year=&modality=Auction&sub_modality=DayAhead&technology=&product=60&data_mode=graph&period=&production_period=

Darüber hinaus stabilisiert mehr Speicherkapazität im Netz die Versorgungssicherheit, weil starke Erzeugungsschwankungen besser mit erheblichen Nachfrageschwankungen ausgeglichen werden. Große zentrale Speicher helfen bei stark dezentraler Erzeugung gar nicht, umgekehrt ist dies mit entsprechender Steuerung der dezentralen Stromspeicher leicht möglich.

Die Verlagerung des Fördervolumens von der Erzeugung zur Speicherung wäre somit eine kluge, vorausschauende Maßnahme. Sie sollte schrittweise erfolgen, jedenfalls aber schon mit der nächsten Ausschüttung von Mitteln beginnen.

Günter Bramböck


Dienstag, 11. Juli 2023

e-Auto-Leasing für 100-200 Euro pro Monat?

 

Letztes Jahr kündigte die französische Regierung erstmals Pläne zur Subventionierung des Leasings von Elektrofahrzeugen an, wodurch Elektroautos für einkommensschwache Haushalte für nur 100 € pro Monat erhältlich wären.

Elektroautos sind die Zukunft. Sie sind sauber, machen Spaß beim Fahren und sind günstig im Betrieb. Eines Tages werden alle von uns elektrisch fahren. Und doch ist es unbestreitbar, dass Elektroautos heute für viele Menschen unerschwinglich sind.

Das wird sich ändern, wenn die Produktion von Elektroautos und Batterien zunimmt, aber das geschieht einfach nicht schnell genug. In fünf Jahren werden viele reiche Menschen auf Solaranlagen, Wärmepumpen und E-Fahrzeuge umgestiegen sein. In der Zwischenzeit fahren "normale Menschen" vielleicht immer noch Fahrzeuge, die schmutzig sind, deren Betankung teuer ist und die zunehmend stigmatisiert werden.  Das ist nicht akzeptabel, weder gesellschaftlich, noch politisch.

Da die Autohersteller mit immer größeren und teureren Autos immer reicher werden, besteht die Gefahr, dass sich preiswerte E-Fahrzeuge verzögern und, wenn sie dann kommen, aus China importiert werden. Wir brauchen eine Strategie für billige Elektroautos für den Einstiegsbereich. Das sind die Fahrzeuge, die die Europäer wollen, aber auch die, die wir brauchen, um in den Schwellenländern wettbewerbsfähig zu sein.

Letztes Jahr kündigte die französische Regierung erstmals Pläne zur Subventionierung des Leasings von Elektrofahrzeugen an, wodurch Elektroautos für einkommensschwache Haushalte für nur 100 € pro Monat erhältlich wären.

Das ist nicht nur machbar, sondern würde auch nicht die Welt kosten. Um die Erschwinglichkeit zu gewährleisten, werden die Modelle nicht aufregend sein. Unter Berücksichtigung der niedrigeren Werbe- und Vertriebskosten für die Hersteller sowie der geringeren Kosten für Extras und Leistung kann der Preis der Autos um 20 bis 30 % gesenkt werden. Jüngste Analysen von T&E zeigen, dass zwischen 2024 und 2030 rund 900 000 französische Haushalte mit geringem Einkommen von monatlichen Leasingkosten in Höhe von 70 bis 200 Euro profitieren könnten, je nach Größe des Fahrzeugs - 100 Euro pro Monat für ein Modell, das dem elektrischen Twingo entspricht, oder 150 Euro für das Äquivalent eines Peugeot e-208 zum Beispiel.

Die jährlichen Subventionskosten in Höhe von 800 Millionen Euro könnten leicht durch die schrittweise Abschaffung der derzeitigen Subventionen, die wohlhabenden Autofahrern zugute kommen, ausgeglichen werden. Dies würde den Startschuss für eine Welt von preiswerten E-Fahrzeugen geben. Es würde auch Anreize für die europäischen Hersteller schaffen, sich auf Einsteiger-Elektroautos (statt auf teure) zu konzentrieren und sich darauf vorzubereiten, mit China um den Weltmarkt zu konkurrieren.

Details

Samstag, 8. Juli 2023

Neue Förderung bei Wärmepumpen

 

Auf Antrag der Grünen wurde in der letzten Sitzung des Niederösterreichischen Landtags vor der Sommerpause eine Erweiterung der Landesförderung für Wärmepumpen einstimmig beschlossen. Nun werden auch Systeme mit einer Vorlauftemperatur des Wärmesystems von über 40 Grad gefördert.

Dass Wärmepumpen oft auch in nicht oder nur teilweise thermisch sanierten Altbauten sinnvoll sind, kann man hier nachlesen:

https://energiezukunftbiedermannsdorf.blogspot.com/2023/01/warmepumpen-auch-in-alten.html
https://energiezukunftbiedermannsdorf.blogspot.com/2022/12/die-groe-skepsis.html
https://energiezukunftbiedermannsdorf.blogspot.com/2022/06/warmepumpe-irrtum-und-wahrheit.html
https://energiezukunftbiedermannsdorf.blogspot.com/2022/06/auch-teilweise-thermische.html

Dienstag, 28. März 2023

Antragszeitraum für "Raus aus Öl und Gas" auf 12 Monate verlängert

 
Der Run auf die bundesweite Förderaktion "Raus aus Öl und Gas", bei der der Heizkesseltausch von fossil auf erneuerbar großzügig gefördert wird, ist ungebrochen. Da jedoch die Lieferzeiten für Heizkessel weiter lang sind, wurde der Zeitraum zwischen Online-Registrierung und schlussendlichem Förderungsantrag auf 12 Monate verlängert. Damit bleibt mehr Zeit für die Errichtung des sauberen erneuerbaren Heizsystems.

Was wird gefördert?
Privatpersonen werden beim Tausch eines fossilen Heizsystems gegen einen hocheffizienten oder klimafreundlichen Nah- bzw. Fernwärmeanschluss und – wo dies nicht möglich ist – auf eine Wärmepumpe oder eine Biomasseheizung mit bis zu 7.500 Euro Förderung unterstützt. Für alle Förderanträge ab den 12.9.2022 wird zusätzlich ein „Raus aus Gas“ Bonus in der Höhe von 2.000 Euro vergeben, wenn ein gasbetriebenes Heizungssystem gegen eine klimafreundliche Alternative ausgetauscht wird. Bei gleichzeitiger Umsetzung einer thermischen Solaranlage kann zusätzlich ein Solarbonus in Höhe von € 1.500,- vergeben werden.

Im mehrgeschossigen Wohnbau: Gebäudeeigentümer:innen werden beim Tausch eines fossilen Heizsystems gegen einen Nah- bzw. Fernwärmeanschluss und – wo dies nicht möglich ist – auf eine klimafreundliche Wärmepumpe oder eine Biomasseheizung mit bis zu 15.000 Euro Förderung unterstützt. Auch hier kann bei Förderanträgen ab 12.9.2022 bei einem Tausch weg vom Gas hin zu einer klimafreundlichen Alternative je nach Größe der Anlage ein zusätzlicher „Raus aus Gas“-Bonus zwischen 2.000 und 4.000 Euro lukriert werden! Bei gleichzeitiger Umsetzung einer thermischen Solaranlage kann zusätzlich – je nach Größe der Kollektorfläche – ein Solarbonus von bis zu € 4.000,- vergeben werden.

Betriebe:
Gefördert wird der Ersatz eines fossilen Heizsystems durch eine klimafreundliche Technologie (hocheffizienter oder klimafreundlicher Nah- bzw. Fernwärmeanschluss, Biomasseheizung oder Wärmepumpe) mit überwiegend betrieblicher Nutzung.

Umweltförderung für Ladeinfrastruktur in Österreich verlängert

In Österreich wird die E-Mobilitätsförderung des Klimaschutzministeriums auch 2023 fortgesetzt.
Zuschüsse gibt es für:

  • Private Wallboxen mit 600 Euro
  • Gemeinschaftsanlagen in Mehrparteienhäusern mit 1.800 Euro
  • Betriebliche Ladeinfrastruktur mit bis zu 30.000 Euro.

Gefördert werden nicht nur die eigentlichen Ladestationen, sondern auch die Installationskosten, welche die Wallbox bzw. die Basisinfrastruktur unmittelbar betreffen. Voraussetzung für ein Förderung ist dabei, dass eine kommunikationsfähige Wallbox von einem konzessionierten Elektrofachbetrieb installiert wird. Bei Bemessungsleistungen von ≥ 3,6 kVA muss diese beim Netzbetreiber gemeldet werden.

Details zur Umweltförderung privater Ladeinfrastruktur

  • Der Förderantrag kann nur von Privatpersonen gestellt werden.
  • Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss ausbezahlt.
  • Die Umweltförderung ist mit 50% der Anschaffungskosten begrenzt.
  • Bei geringen Investitionskosten ist eine Reduzierung der unten angeführten Pauschalbeträge möglich.


 So sind die Fördersätze gestaffelt:

  • 600 Euro für eine kommunikationsfähige Wallbox in einem Ein- bzw. Zweifamilienhaus.
  • 900 Euro für eine kommunikationsfähige Wallbox in einem Mehrparteienhaus als Einzelanlage.
  • 1.800 Euro für eine kommunikationsfähige Ladestation mit Lastmanagement bei Installation in einem Mehrparteienhaus als Teil einer Gemeinschaftsanlage.

Mehr zur Umweltförderung finden Sie hier.

Freitag, 13. Januar 2023

Erhöhte Fördersätze für thermische Sanierung

Das Klimaschutzministerium hat mit Anfang 2023 die Fördersätze für die thermische Sanierung von Häusern von bisher 30 auf nun maximal 50% erhöht. Die Summen der Sanierungspauschalen des Bundes werden zudem angehoben. Für thermische Sanierung und für das „Raus aus Öl und Gas“-Programm stehen bis 2026 fast 2 Milliarden Euro zur Verfügung.

Zusätzlich stellen auch die jeweiligen Bundesländer weitere Fördermittel bereit.
Siehe https://infothek.bmk.gv.at/2023-bringt-deutlich-hoehere-foerderungen-fuer-thermische-sanierung/

Freitag, 8. April 2022

300 Millionen Euro Förderungen für Erneuerbare

Die österreichische Bundesregierung hat ein 300 Millionen Euro schweres Förderpaket für den Ausbau von erneuerbaren Energieträgern beschlossen. Eine entsprechende Verordnung wurde vergangenen Mittwoch im Ministerrat beschlossen. Gefördert werden sollen kleine und mittlere Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen. Die 300 Millionen Euro schweren Investitionen sollen Folgeinvestitionen von 850 Millionen Euro auslösen.

Kernziel des Erneuerbaren Ausbaugesetzes (EAG) ist es, die Stromerzeugung bis 2030 bilanziell über das Jahr gerechnet zu 100 Prozent auf erneuerbare Energieträger umzustellen. Ab 2040 soll durch die Energieproduktion nur noch so viel CO2 ausgestoßen werden, wie auf natürlichem Weg wieder abgebaut wird.

Um die im EAG festgelegten Klimaziele zu erreichen, müssen bis zum Jahr 2030 zusätzlich Photovoltaikanlagen für 11 TWh, Windkraftanlagen für 10 TWh, Wasserkraftwerke für 5 TWh und Biomassekraftwerke für 1 TWh errichtet werden. Dies wird wohl nur mit einer drastischen Beschleunigung der Bewilligungsverfahren möglich sein.

Und so können diese Förderungen auch in Biedermannsdorf genutzt werden.

Sonntag, 3. April 2022

Investitionsförderung nach dem Erneuerbaren Ausbaugesetz


Ab Frühjahr 2022 startet die Investitions-Förderung für Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern. Förderwerber sind alle natürlichen und juristischen Personen, die Förderhöhe beträgt max. 30 % der förderfähigen Kosten, bzw. max. 45 % der umweltrelevanten Mehrkosten inkl. Zuschläge. Weitere Infos dazu hier.